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PC Museum - der Anfang

Abakus Mein Interesse an Computern begann, als ich mit meinen Eltern zusammen die erste Mondlandung im Fernsehgerät sah. Bei diesen verschwommenen Bildern entschloss ich mehr zu erfahren, mehr darüber, wie Computer arbeiten, die ein solches Unternehmen möglich machten. (Vor einigen Jahren durfte ich dann im Kennedy-Space-Center genau diese Computer sehen - ich war entsetzt, über die Technologie, die das Apollo-Programm zum Erfolg machte. Heute würde man zu solchen Geräten wohl nicht mehr Computer sagen!)

Als Kind spielte ich natürlich mit einem Abakus. Was mich heute noch fasziniert, ist die Tatsache, dass in Asien auf den Märkten mit dem Abakus schneller gerechet wird, als mit einem Taschenrechner. Es ist fantastisch, wie die Händler die Kugeln hin und her schieben und in max. 1-2 Sekunden ein (richtiges) Ergebnis haben.


Rechenschieber Ich glaube es war im Jahr 1977 als ich meine erste Erfahrung mit Computern sammeln durfte. In der Schule lernten wir das Duale-Zahlensystem kennen. Einige Wochen später begannen wir dann mit dem Rechenschieber zu arbeiten. Auch wenn ich in der Schule alle Mathe-Arbeiten mit dem Rechenschieber rechnen musste. Informierte ich mich über elektronische Rechenmaschinen.


Casio FX602P Texas Instruments 58C Als folge aus diesen Recherchen bestellte ich mir 1979 einen Casio FX501P, der ab sofort mein ständiger Begleiter war. 128 Programmierschritte - ein Wahnsinn. Zwei Jahre später folgte der Casio FX602P, der zweimal leistungsfähiger war, als das erste Modell. (Dieser Casio FX602P arbeitet heute noch. Ein Freund mit dem ich damals zur Schule ging, hat mir das Teil abgekauft. Beim Studium meines virtuellen Computer-Museums hat er den Rechner wiedererkannt und mir gleich eine E-Mail geschrieben, dass es den Rechner noch gibt und bei ihm auch noch zum Einsatz kommt - viel Vergnügen Bernd!)

Dazwischen arbeitete ich auch einige Monate mit einem Rechner der Firma Texas Instruments, mit dem TI 58C. Der Vorteil dieses Rechners ist im Vergleich zum großen Bruder, dem TI 59, dass beim 58C die Programme im Speicher erhalten bleiben, wenn man den Rechner ausschaltet (das "C" steht für "constant").


Sinclair ZX80 Sinclair ZX81 Neben meiner Taschenrechnerei, wurde natürlich auch noch gelötet und gebastelt. Beim Stöbern in einer Elektronikzeitschrift (ich glaube es war ELV) stolperte ich 1980 über eine Anzeige der Firma Sinclair. Dort wurde ein Computer als Bausatz angeboten - der ZX80! Mein Geburtstagswunsch für dieses Jahr stand fest! Der Bausatz wurde bestellt. Ein "Motherboard", eine handvoll Bauteile und ein Gehäuse wurden wenige Wochen später geliefert. Keine zwei Tage später wurde der ZX80 zum ersten Mal am Fernseher angeschlossen - er lief!!! Mein erster Computer!

Ein Jahr später kam der ZX81 auf den Markt - für den ZX80 gab es einen Nachrüstsatz zu kaufen, der natürlich bestellt und integriert wurde. Nebenher wurde in BASIC und Assembler programmiert. Den Namen Bill Gates kannte ich damals noch nicht - es war eine schöne Zeit ;-)